Gespräche zur juristischen Grundlagenforschung

Praxis, Dogmatik und Theorie des Rechts werden als isolierte Disziplinen der Jurisprudenz wahrgenommen. Trotz ihrer Unterschiede sind sie aber untrennbar miteinander verwoben. Mit der Vortragsreihe Juristische Grundlagenforschung Bayreuth/Erlangen wird ein Forum angeboten, in dem Wissenschaftler/innen, Studierende und interessierte Praktiker/innen an den Schnittstellen dieser Disziplinen miteinander ins Gespräch kommen können. Es werden disziplinär übergreifende Perspektiven auf die Grundfragen der Rechtswissenschaft vorgestellt, wobei die klassischen Ansätze der Rechtsphilosophie, Rechtsgeschichte oder Rechtssoziologie ebenso Berücksichtigung finden wie jüngere und jüngste Theorieentwicklungen.

  • Im Sommersemester geht die Vortragsreihe in eine neue Runde! Das aktuelle Programm finden Sie hier. Eine Teilnahme ist wie immer ohne Anmeldung möglich. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
  • Am Mittwoch, den 24.06.2026, hält Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Susanne Baer, B VR a.D. (Humboldt Universität zu Berlin) den Vortrag in Erlangen.
    Thema: Rote Linien. Über den Umgang mit Wissen und Zweifeln im Verfassungsrecht
    Wir leben in einer Wissenskrise und das produziert eine Zweifelsgesellschaft. Was bedeutet das für das Recht, wenn wir Recht mit der interdisziplinären Rechtsforschung als Praxis verstehen? Im Verfassungsrecht spielt das bei den Entscheidungen über große Kontroversen eine wichtige Rolle: Die Klimakatastrophe, eine Pandemie, Armut, Migration oder auch, alles anderes als zuletzt, Geschlechterverhältnisse müssen gut verstanden sein, um dann auch gut urteilen zu können. Wie lässt sich das konzeptionell fassen und praktisch realisieren?
    Ort: Hörsaal C, Kochstraße 4
    Zeit: 18:00 − 20:00 Uhr c. t.

 

 

Organisiert wird die Vortragsreihe von:

Prof. Dr. Carsten Bäcker
Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Verfassungstheorie und Rechtsphilosophie
Universität Bayreuth
Prof. Dr. Andreas Funke
Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/Nürnberg